Vom 30.05. bis 05.06.2026 waren Mike Teucher, Christopher Conrad und Johannes Löw zusammen mit 19 Bachelor- und Lehramtsstudierende des Institutes auf einer Exkursion durch das UNESCO Biosphärenreservat. Hierbei wurden vor Ort an Beispielen im Gelände oder der Landschaft zahlreiche Aspekte aus dem Seminar über die Geographie Mitteleuropas erläutert und angesprochen.
Zum Auftakt stand das historische Erbe der Region im Fokus. Am Point Alpha wurde die ehemalige innerdeutsche Grenze als Teil des „Grünen Bandes“ erkundet und in ihren landschaftlichen und politischen Kontext eingeordnet. In den folgenden Tagen rückten zentrale geoökologische Themen in den Mittelpunkt: Von vulkanisch geprägten Landschaftsformen und hydrologischen Systemen rund um die Wasserkuppe bis hin zu Fragen des Waldumbaus im Zeichen des Klimawandels.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der landwirtschaftlichen Nutzung und ihren Transformationsprozessen. Exkursionen zu Streuobstwiesen, ehemaligen Abbaugebieten sowie ein Besuch im Erlebnisbergwerk Merkers verdeutlichten die enge Verknüpfung von Rohstoffnutzung, Naturschutz und regionaler Entwicklung. In der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld wurden zudem nachhaltige Wirtschaftsweisen und regionale Wertschöpfungsketten diskutiert.
Besonders eindrücklich war die Auseinandersetzung mit Moorökosystemen. Im Schwarzen und Roten Moor untersuchten die Teilnehmenden diese sensiblen Lebensräume als Klimaarchive und bedeutende Kohlenstoffsenken. Den Abschluss bildete ein Blick auf die Rolle des Wassers in der Kulturlandschaft, unter anderem entlang der Fränkischen Saale und im Kurort Bad Kissingen.
Die Exkursion verband fachliche Inhalte mit praktischen Eindrücken vor Ort und bot vielfältige Gelegenheiten zur eigenständigen Analyse und Diskussion. Damit stellte sie einen wichtigen Baustein im Studium der Geoökologie dar und verdeutlichte die Bedeutung integrativer Ansätze im Umgang mit komplexen Mensch-Umwelt-Systemen.