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Klimasensibles Wasserressourcenmanagement in Zentralasien

Projekt: Klimasensibles Wasserressourcenmanagement in Zentralasien

Die Länder Zentralasiens – Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan – sind durch gemeinsame Wasserressourcen, vor allem die Flüsse Syr Darya und Amu Darya, miteinander verbunden. Der größte Teil der Bevölkerung in dieser Region ist direkt oder indirekt von der Bewässerungslandwirtschaft abhängig. Gemeinsam stehen diese Länder vor den Herausforderungen begrenzter Wasserressourcen, steigender Wassernachfrage aufgrund des Bevölkerungswachstums und sich entwickelnder Volkswirtschaften sowie des Wettbewerbs und des erhöhten Risikos von Wasserkonflikten.

Das Projekt unterstützt die Umsetzung des von BMZ finanzierten regionalen Programmes „Klimasensibles Wasserressourcenmanagement in Zentralasien“, welches die Anwendung des klimasensiblen und gendersensitiven IWRM in fünf zentralasiatischen Ländern fördert.

Hintergrund und Ziele

Wie viele andere Regionen der Welt sucht auch Zentralasien nach Möglichkeiten, die Nutzung der begrenzten Wasserressourcen zu optimieren, und das integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM) wird als ein Mittel zur Erreichung dieses Ziels angesehen.

Eine wichtige Rolle bei der Anwendung und Umsetzung der IWRM-Prinzipien spielen die nationalen Flussbeckenorganisationen, die für die Bewirtschaftung und Verteilung der Wasserressourcen auf der Ebene des lokalen Flussgebiets verantwortlich sind. In der Regel fehlen diesen Organisationen jedoch nicht nur die personellen und institutionellen Kapazitäten, sondern auch das sektorübergreifende Know-how, um klimasensibles und gendersensibles IWRM umzusetzen.

Das Projekt entwickelt in Zusammenarbeit mit fünf zentralasiatischen Universitäten ein regional abgestimmtes Fortbildungskonzept mit Lehrmaterialien zu praxisorientiertem klimasensiblen und gendersensitiven IWRM, welches anschließend durch ausgewählte und ausgebildete Focal Points einem breiteren Publikum in relevanten nationalen Flussgebietsorganisationen zugänglich gemacht wird. Des Weiteren werden durch das Projekt die Kapazitäten der zentralasiatischen Universitäten in den Bereichen Wasserwirtschaft, Methodik und Pädagogik erweitert.

Teilziele

  • Erarbeitung von Fortbildungskonzepten und Lehrmaterialen für klimasensibles, praxisorientiertes und gendersensitives IWRM;
  • Erweiterung der Kapazitäten der zentralasiatischen Universitäten in den Bereichen Wasserwirtschaft, Methodik und Pädagogik;
  • Ausbildung der ausgewählten Vertreter: innen der nationalen Flussbeckenorganisationen als Focal Points.

Methodischer Ansatz

  • Situationsanalyse und Bedarfsermittlung
  • Entwicklung eines Handbuchs zum klimafreundlichen integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM) in Zentralasien
  • Entwurf eines Zertifizierungskurses für Wassermanager von Flussgebietsorganisationen

Erwartete Ergebnisse

  • Studie zum Fortbildungs- und technischen Ausrüstungsstand mit dem Ziel, klimasensibles, praxisorientiertes und gendersensitives IWRM verstehen und anwenden zu können
  • Entwicklung eines Zertifizierungskurses für Focal Points der nationalen Flussbeckenorganisationen sowie die prototypische Durchführung des Fortbildungskurses mit ausgewählten Focal Points
  • Zusammenstellung eines Handbuchs für Wassermanager:innen IWRM in Zentralasien unter Klimawandel

Durch die Ausbildung der Focal points in den einzelnen Flussbeckenorganisationen soll die zukünftige Dissemination der Lehrmaterialien sowie der Wissensaustausch gewährleistet werden. Des Weiteren werden die Fortbildungsmaterialien auf bestehenden und allen Mitarbeitern der Flussbeckenorganisationen frei zugänglichen digitalen Plattformen (wie z.B. Eurasian River Basin Portal von CAREC) zur Verfügung gestellt und weiterverbreitet.