Der Schwerpunkt des Workshops lag auf der abschließenden Beratung und Evaluation eines klima- und geschlechtssensiblen Zertifikatskurses zum Ansatz des Integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM) für zentralasiatische Flussgebietsorganisationen.
Die Arbeitsgruppen Geoökologie unter Leitung von Prof. Dr. Christopher Conrad und Didaktik der Geographie unter Leitung von Prof. Dr. Anne-Kathrin Lindau der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg organisierten in Zusammenarbeit mit der Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Veranstaltung und brachten Vertreter von Hochschulen aus Zentralasien und Deutschland sowie Experten der GIZ, Regional Environmental Centre for Central Asia (CAREC), der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) zusammen, um den derzeitigen Entwicklungsstand des Zertifizierungskurses – bestehend aus Text- und Handbook – erneut zu evaluieren und abschließend zu überarbeiten.
Im Rahmen des Workshops reisten die Teilnehmenden zum Nurek-Staudamm und Wasserkraftwerk, um sich über die die Herausforderungen, die mit der unterschiedlichen Gewichtung verschiedener Interessen bezüglich der Nutzung der Ressource Wasser verbunden sind, am konkreten Beispiel zu informieren.
Das Wasserreservoir der Anlage umfasst ca. 10,5 km³ und dient der Bewässerung von bis zu 650.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Maximalleistung des Kraftwerkes beträgt ca. 3,5 GW und deckt einen großen Teil des Energiebedarfs Tadschikistans.
Komplettiert wurde die Exkursion durch die Besichtigung einer für die Gebirgsregionen Zentralasiens typische Pumpstation, an der große Wassermengen aus Tallagen über mehrere hundert Höhenmeter für die landwirtschaftlichen Bewässerung angehoben werden.















